
Die Insel Stromboli
Bis Palermo
Eigentlich wollten wir noch eine sechste, der sieben Äolischen Inseln kennen lernen, nämlich die kleine Insel Filicudi. Sie liegt im Westen der Inselgruppe, ist sehr klein und es ist schwer einen Ankerplatz zwischen Felsen und „Tiefsee“ zu bekommen. Gerade deshalb legen wir früh ab und kreuzen gegen den Westwind recht erfolgreich an.
Doch der von uns ausgesuchte Ankerplatz sieht sehr schaurig aus. Riesige zerklüftete Felsbrocken ragen ins Meer und wir können es uns gut vorstellen, wie es unter Wasser weiter geht. Und 30-50 Meter vom Ufer ist es bereits 17 Meter tief und diesen Abstand brauchen wir schon. In einer solchen Tiefe den guten Rocnar Anker zu versenken und er verklemmt sich zwischen den Felsbrocken… nicht auszudenken. Ein Ankergrab.

Zur Insel Filicudi möchten wir als letztes. , doch wir finden keinen vernünftigen Ankerplatz.

Dieses ist kein einladender Ort. Auf 17 Meter Tiefe möchten wir nicht ankern.
Kurzentschlossen wählen wir Plan B, den wir als Segler immer im Kopf haben. Wir segeln gen Süden auf das Festland zu, welches eigentlich die größte Insel von Italien ist und kein Festland.
Nach über 50 Seemeilen und 11 Stunden laufen wir fast im Dunkeln in die Ankerbucht von Militello ein. Hier ist Platz. Nur ein weiteres Schiff liegt hier.

Zum Festland ist der Wind noch günstig, wenn auch schwach. Da holen wir das große Segel raus.

Sigrid liebt ihren Gennacker.
Segeln unter großem Himmel.

Doch wenn der Spaß vorbei ist, liegen 100 Quadratmeter in unserer Koje.

Morgens blicken wir auf eine recht schöne Stadt.

Von Land aus sehen wir Morgana am Anker.

Hier gibt es noch Läden, in denen es alles gibt.
Sant Agata di Militello
Wir entdecken hier eine Stadt ohne Tourismus, wie wir meinen. Alles kommt uns hier voll Italienisch vor. Wenige Menschen sind am Strand. Wir sammeln eine große Tüte Plastikmüll vom Strand auf, meist zertretene Plastikflaschen und Deckel. Nur einen Mülleimer für Plastik , den suchen wir sehr sehr lange.
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In einem Supermarkt Deco Grande füllen wir unsere Vorräte wieder auf. Hier sind die Preise wieder normal und es gibt reichlich. Aber die Bierflaschen und der Wein, den wir auch erstehen, machen das Tragen nicht leichter.
Am Strand angekommen müssen wir feststellen, dass mittlerweile eine kräftige Brandung den Strand hoch läuft, durch die wir hindurch rudern müssen. Erst wird das Dingy zurück ins Wasser geschleppt, dann mit allen Taschen beladen, dann steige ich ein und mache die Ruder klar und schließlich schiebt Sigrid das Boot ins liefe Wasser und springt hinzu.
Dann heißt es rudern um die Wette, dass uns keine Welle voll erwischt. Aber alles klappt.
Cefalú
Wir hatten von Cefalù bereits gehört, dass sie eine wunderschöne Stadt sei. Was wir aber dann vorfinden übertrifft unsere Erwartungen bei weitem. Vor allem der Ankerplatz ist so ein herrlicher Ort, wie wir ihn noch nie gesehen haben.
Hinter uns und neben uns ragen bizarre Felsformationen aus dem Wasser hervor, in denen wir immer neue Gesichter und Figuren erkennen.
Einige Villen verstecken sich im Gesteinspanorama.

Dieser Geist bewacht uns in der Nacht.

Wir laufen durch nette, enge Gassen mit vielen schicken Geschäften.

Das haben wir nicht gekauft.
Nördlich Porticello
Letzter Halt vor Palermo ist ein imposantes Kap, hinter dem wir uns verstecken, denn es weht mit 5 Windstärken und im Meer hat sich eine 1m hohe Welle aufgebaut. Doch wie durch ein Wunder verschwinden Wellen und Wind hinter dem dicken Felsen und wir liegen prächtig hier.
Zwei Seemeilen weiter südlich von unserem Ankerplatz kenterte übrigens die Megayacht Beyasian mit ihrem 75 m hohen Mast in einem Sturm. Da wollten wir nicht hin.

Hier finden wir guten Schutz vor den Wellen.
Palermo
Am nächsten Tag motoren wir nach Palermo. Ich habe den einzigen Ankerplatz ausgemacht, den es in Palermo gibt, mit Nähe zur Stadt aber nicht im Trubel des Zentrums. Hier liegen wir prächtig für eine Übergabe der Mannschaft, was aber ja eine Frauschaft ist.

Einen Tag später sind wir dann bereits in Palermo










