Ankommen

Am 28. Juni kommen wir, verhältnismäßig spät im Jahr, in Griechenland an. Wichtige familiäre Ereignisse hielten uns bisher zurück. Mehr dazu im privaten Kanal.

Bereits am Flughafen überfällt uns die Hitze. 33 Grad. Der nette Taxifahrer Georgos bringt uns im gleichen Skoda Oktavia, wie wir ihn zu Hause haben, in einer Stunde zum Schiff.
SIA begrüßt uns überschwänglich wie immer und heißt uns willkommen.
Die große Überraschung ist immer – nach 9 Monaten – wie sieht es am und im Schiff aus? Gibt es neue Bewohner, die wir vertreiben müssen? Ist alles trocken? Schimmelt etwas? Wie haben die Handwerker, die zwischenzeitlich an Bord gearbeitet haben alles hinterlassen?

Hier liegt unser Schiff im Winter.

Alle Messer bis auf eins sind wieder in Gebrauch.

Sigrids Stimmung

Überraschungen

Doch die große Überraschung bleibt aus. Kleinere Überraschungen sind: ein abgebrochener, massiver Handgriff vom Außenborder (stürzte der um?), eine Plichttisch Hälfte, die, wie wir vermuten, mit Öl eingesaut wurde, sieht feuerrot geschrubbt aus. Etwas Regenwasser leckte an Backbord in unsere Besteck Schublade und lies alle Messer verrosten und zu guter letzt: Ein Handwerker pinkelte offensichtlich ins Klo.

Sigrid ist ziemlich geladen über das ganze Provisorium und Durcheinander. Ein schönes Essen beim Griechen am Strand bringt sie wieder in Stimmung.

Wir machen alles wieder flott

Der Samstag und der Sonntag sind halbe Arbeitstage. Bis 11-12 Uhr können wir arbeiten, dann geht uns die Puste aus. Die nicht vorhandene Kühle der Nacht weicht dann der Hitze. Also machen wir Siesta, wie es sich gehört.
Dann ein Bad im Meer, dann wieder an die Arbeit bis etwa 19 Uhr.

Nur vor dem Dienstag haben wir verständlicherweise Angst.

Wir freuen uns bereits auf die Wolke am Mittwoch.

Auch das iPhone hat etwas Angst.

Warum nur pustet der Wind in der Ägäis wie blöd und im restlichen Mittelmeer kaum?

Wind

So ganz langsam lichtet sich das Chaos. Die schweren Segelsäcke liegen an Deck und nicht mehr im Weg, der Außenborder, das Beiboot ebenfalls. Wir können wieder von vorne bis hinten durch das Schiff laufen.

Tatsächlich benötigen wir zwei Tage für die Segel. Nur morgens ist es fast windstill, so dass wir die Segel setzen können. Obwohl wir, den Wecker auf 7 Uhr gestellt, bereits um 7:30 ohne Frühstück anfangen an Deck zu arbeiten, müssen wir ab 10 Uhr abbrechen. Man kann unmöglich die kleinen Befestigungssplinte an den Mastruschern einfädeln, wenn der Wind das Segel zerrt und zurrt. Dazu die Sonne!
Also ein Segel nach dem anderen, Schritt für Schritt.

Unterwasserschiff

Die heißen Tage nutzen wir unter dem Schiff für dessen Anstrich. Ein schönes Dunkelblau wird aufgetragen – mit Maske und Schutzanzug. tatsächlich ist das Streichen der Unterwasserfarbe sehr zufriedenstellend.



Segler Stilleben

Als das Schiff schon auf dem Trailer steht und nur noch die Stellen ausgebessert werden müssen, braucht Sigrid keinen Schutzanzug mehr.

Nu is fertig

Auf dem Trailer

Am Tag vor dem Stapellauf bringt Petros den roten Trailer unter das Schiff und die Ständer kommen weg. Jetzt können wir die paar Stellen streichen, die noch keine Farbe haben.