Ein letzter Blick zurück auf Panarea.

Schon von Weitem erkennt man die „kleine Stadt“, wie sie von den Einwohnern genannt wird. 

Noch liegen nur etwa 6 Schiffe hier. 

Wir klemmen uns an diesen imposanten Felsen mit unserem Anker. Dieser liegt in 6 Meter tiefe gut im Sand.

Isla di Salina

Nach drei Tagen auf der Insel Panagia wollen wir mal etwas Neues sehen. Wir segeln zur Nachbarinsel Salina.

Auch hier müssen wir uns dicht an den Felsen verankern, weil es schnell sehr tief wird. Aber es ist viel Platz und wir können uns einen guten Sandflecken suchen. Den erkenne ich übrigens mit einer stark polarisierten Sonnenbrille recht gut, obwohl der Sand hier fast schwarz ist.

Ein anschließender Tauchgang zum Anker zeigt, dass er gut im Sand vergraben ist. Dann könnten wir eigentlich gut schlafen. Ja Könnten!!

Wenn nicht…

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Sommer in Italien?

Ich will ehrlich sein. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Mit eigenem Schiff auf „große Fahrt“ – Lipparische Inseln erreicht. Die Ankerplätze sind rar an den steilen Vulkanfelsen, aber es gibt sie.

Doch da kommen die Ferien der Italiener.

Vorgersten noch ankerten hier etwa sechs Schiffe auf Abstand und mit Respekt voneinander.

Heute liegen 40 Schiffe auf gleichem Raum. Die Hälfte davon Katamarane.

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Ein kleines Motorboot passt noch zwischen uns und den Felsen.

Riesige Katamarane brauchen viel Platz (Hirsch).

Ich will kurz erklären. Ein Schiff am Anker hängt in der Regel etwa 30-40 Meter im Wind dahinter. Das heißt, wenn ich 30-40m vor einem Schiff, welches am Anker hängt, meinen Anker werfe, habe ich eine große Chance, den Anker oder die Kette zu treffen und am Ende mit dem Ankerlieger zu kollidieren, richtig?

Warum dann also machen das so viele Charterer? Und was noch schlimmer ist, warum werden sie richtig frech, wenn wir sie darauf aufmerksam machen, dass die Entfernung zu gering ist, um sicher zu liegen? Was noch auffällt, die Sturheit nimmt mit der Anzahl der Damen an Bord leider zu. Einem Typ, dem ich gesagt habe, er solle weiter weg ankern, sagt, ich brauche nur 10m Kette statt 30 (bei 6m Tiefe).

Er fragt mich wütend, ob er etwa nach Stromboli fahren solle oder nach Panarea. Ich antworte: ist mir egal, das ist gefährlich.

Bin geladen von den Italienern.

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Was soll da schon passieren? Er hängt einfach einige Fender raus.

Die sich am Felsen permanent drehenden Winde lassen die Schiffe nicht einheitlich in eine Richtung wehen.Alle stehen kreuz und quer.

Wir sind glaube ich die einzigen, die nur zu Zweit an Bord sind. Alle anderen  transportieren gefühlt Schulklassen, die extrem leicht bekleidet – ich weiß: auch den Italienerinnen geht es schlecht – aber laut singend nach ihnen bekannten „“Filmen?“ auf ihren Schiffen tanzen. Die Musik ist so laut, dass wir sie aufnehmen und mitschneiden können.

Um 1/2 8 ist die Ausgelassenheit aber vorbei und es wird ruhiger.

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Susanna, Susanna…

Mitschnitt der öffentlichen Katamaran Veranstaltung. 

Und da ist er auch schon, der angesagte Wind. Ein fettes Sturmtief vom Golf du Lion bis über Sardinien bis Sizilien. 

Leider haben wir seit zwei Tagen wirklich starken Wind (auch in der Nacht 6-8 Beauford) und die Schiffe tanzen an ihren Ankern im großen Umkreis.

Sigrid wacht so manche Nacht , dass der Morgana nichts passiert. Und auch Tags über können wir unmöglich von Bord und das Boot verlassen.

Hier sieht man, wie wir etwa 80 Meter hin und her fahren. 

Diese Vorhersage stimmt keinen Ankerlieger glücklich.

Eine heftige Böe bringt mich nachts an Deck. Ich denke erst der Vulkan Stromboli ist ausgebrochen, aber nach etwas Orientierung sehen wir die Insel Lippari. Es ist keine Lava, die dort brennt, sondern der Wald. Der starke Wind treibt das Feuer an. 

Santa Maria Salina

Nach vier Tagen an Bord müssen wir uns endlich mal die Beine vertreten und fahren mit dem Dingy zu den kleinen Fischerbooten. Hier ziehen wir es weit den Strand hinauf, dass es nicht stört.

Dann besichtigen wir die Fußgängerzone der kleinen Stadt. Sigrid stattet zahlreichen Textilläden ihren Besuch ab, mich interessiert vor allem der Fischladen.

Das böse Wetter ist vorbei.

Ein neues Kleid muss her.

Caponata: Eine Spezialität aus Sizilien. Unser Mittagstisch ist mengenmäßig weniger als ein Jogurtbecher. Deshalb bleiben die Italiener so schön schlank.

Abends gibt es dann den Zackenbarsch.