Von Taormina zur Straße von Messina beobachten wir unzählige Delphine, die uns alle entgegen kommen.

Tatsächlich wurde der Schwertfisch am nächsten Tag aber dann doch verspeist.

Catania – Taormina – Str. v. Messina

Unsere Segeltour von Catania nach Taormina, gut geplant hinsichtlich der Abfahrtszeit mit der Windy App, wird leider wieder zu einer Motortour. Nur die erste Stunde segeln wir mit guten 6 Knoten und kräftigem Wind – nur leider in die falsche Richtung (OSO).

Der Rest des Tages bzw. des Abends bolzen wir in einer chaotischen See mit einem Segel und Motor gegen den schwachen Wind an.  Wie gerne würden wir die Fahrt unterbrechen und an geeigneter Stelle ankern. Doch die Küste bietet keinen Schutz, außer an zwei Stellen. Eine ist Naturschutzgebiet mit Ankerverbot, die andere hat einen mit gelben Bojen abgesperrten Bereich bis 12 Meter Tiefe und dort ankert man auf Felsen. Also bolzen wir grimmig weiter.

Fast im Dunkeln fällt der Anker in den Sand von Taormina. Der Schwertfisch vom Wochenmarkt bleibt im Kühlschrank. Wir fallen einfach in die Koje.

 

Hier wohnen wir jetzt eine Woche.

Da ist die Weser sehr viel wilder.

Die berüchtigte „Ecke“. Man sieht, wir haben 15 Knoten Wind von vorn und 1,5 Knoten Strömung mit.

Der Leuchtturm markiert die Einfahrt zur Straße von Messina.

Das dachten wir:

Da müssen wir jetzt durch. Die berüchtigte Straße von Messina mit tückischen Strömungen und hohen Wellen, darin kreuzen die Schwertfischjäger mit ihren überlangen Booten. Davon haben wir viel gehört und einiges auch erfahren. Zur Springtide, die jetzt ist, möchten wir auf keinen Fall gegen den mit max. 3 Knoten laufenden Strom gegenan fahren und suchen uns extra einen Tag aus, an dem der max. Strom gen Norden am Nachmittag läuft und an dem wir bis zum Nachmittag guten Segelwind haben.

Um es kurz zu sagen, es gab weder Schwertfischjäger noch hohe Wellen noch starke Strudel. Stattdessen einen ganzen Tag lang Wind und Strömung gegenan, so dass wir wieder motoren müssen. Wir sind wirklich genervt von dieser windlosen Gegend.

Diesen wunderschönen Ort besuchen wir leider nicht.

Auch wenn hier abends wunderbar die Sonne über dem Meer unterging.

Noch einmal fahren wir  an das italienische Festland zum Ort Scilly, auch weil wir nach 37 Seemeilen Motorfahrt einfach nicht mehr können. Zwischen vielen Felsen finden wir etwas Sand und machen Schluss für heute.

Bevor es losgeht müssen aber noch die Seepocken vom Boden des Dingy abgeschabt werden.

Der Ort Milazzo sieht von See aus wie aus dem Bilderbuch. Uns interessiert nur der Supermarkt, denn wir sind leer gebrannt.

Milazzo

Weiter  nach Westen bis Milazzo.

Eine Tagesreise weiter nach Westen haben wir eine Möglichkeit unseren Proviant aufzufüllen. Das Obst an Bord wird immer schnell gegessen, weil es auch sehr schnell verdirbt. Die Stadt Melazzia hat Supermärkte und auch Ankermöglichkeiten.

Nur müssen wir, wie immer, aus dem Flautenbereich heraus motoren bis der Wind dann endlich ein wenig einsetzt. In Melazzio versuchen wir einen Ankerplatz zu ergattern, wo bereits 4 andere Schiffe liegen. Obwohl wir wirklich,  gut eingespielt, auf den Meter genau uns in die letzte Ecke quetschen können, gelingt uns das Monnöver nicht. Der Anker wird zwar auf 7 m fallen gelassen, aber noch während er herunter rattert zeigt das Echolot 17m. Ankern am Abgrund – ganz schlecht. Den Ort verlassen wir und gehen dahin, wo wir 2018 einmal geankert haben. Dort liegen wir im schwarzen Sand und es gibt kaum Schwell.

Nun endlich geht es los zu den Inseln.

So ungefähr hatten wir uns die Insel Panarea vorgestellt.Einsam ankern am Felsen. Klares Wasser, Stille.

Tatsächlich aber kommen ab Mittag unzählige Shiffe von irgendwo her und füllen die Bucht.

Gut, dass sich abends die Reihen lichten.

Panarea

Die Äolischen Inseln ….

… sind UNESCO Weltnaturerbe. Benannt sind die Inseln nach dem Gott Äolus, dem Gott der Winde. Daher werden sie auch Äolische Inseln genannt. Wir wollen zuerst auf eine der sieben Inseln, nämlich Panarea, vor allem, um der kommenden Hitzeperiode zu entfliehen. Sie liegt schön weit außerhalb im Meer und bietet Ankermöglichkeiten.

Zu unserer Überraschung können wir heute den ganzen Tag segeln und brauchen den Motor nur zum Anker auf und Anker ab. Dazu kommt, dass kein wilder Strom uns bremst. Das versöhnt uns etwas mit den letzten Frust Tagen.

Den ganzen Tag über sehen wir fast keine weiteren Schiffe außer ein paar Fähren. Als wir aber am Ankerplatz ankommen, wundern wir uns nicht schlecht. Die Bucht ist so voll, wie wir es  nicht gesehen haben in diesem Sommer. Es ist Ende Juli. So ist das mit den Geheimtipps.j

Aber wir sind ein gutes Ankerteam. Sigrid lotst mich wie immer zu einer geeigneten Stelle, ich manövriere die Morgana dahin. Dann liegen wir perfekt.

Die nächsten Tage verbringen wir in Panarea in dieser doch ziemlich perfekten Bucht. Sie ist zwar überfüllt mit Charterbooten und Schlauchboot Tagesgästen, aber ab 16 Uhr lichten sich die Reihen und die wenigen Schiffe, die bleiben, liegen perfekt auf Abstand.

Landgang, nachdem wir das Dingy den Berg hinauf schleppten.

Um ehrlich zu sein, braucht Sigrid die optischen Impulse für ihre Aquarelle.

Dass der Stromboli Vulkan genau zu dieser Zeit einmal „Rauch aushustet“ beeindruckt uns sehr.

An Land

Am dritten Tag gehen wir dann endlich einmal an Land. Da in Italien das Anlanden mit einem motorisierten Boot am Strand nicht möglich ist, bringen die meisten Chartercrews, die ihre Gäste für einen Inseltrip „loswerden“ wollen, diese mit dem Beiboot an Land und fahren zurück zum Schiff am Anker.

Also rudern wir erneut mit unserem Beiboot ohne Außenbordmotor an den Strand.

Wir haben eine neue Technik entdeckt (Tipp eines Franzosen) das Beiboot ohne viel Beschädigung auf den Strand zu ziehen. Ein Fender wird einfach unter das Boot platziert, auf dem wir es – wie Fitzcarraldo – den Strand hoch ziehen, bis es keinen mehr stört.

Obwohl wir früh dran sind, ist der Weg über den Berg zum eigentlichen Dorf ganz schön weit. Durchgeschwitzt kommen wir im Hauptort von Panarea an, kaufen ein Brot zu einem Preis, den wir in Deutschland nie bezahlt hätten, und gehen  in ein Café.