Waldspaziergang

Wir entdecken auf den diversen Karten, die wir zu bieten haben, hinter unserer Bucht, in der wir ankern, einen Salzsee. Den wollen wir erforschen, auch wenn es heiß ist.

Morgens früh, bevor die kleinen Wahnsinnigen mit ihren Gummiunterlagen noch durch die Bucht flitzen, wagen wir die Überfahrt zum Strand.
Wie nett es hier ist. Eine Bar mit Frühstückskaffee hat bereits geöffnet. Die ersten Familien richten ihre Handtücher aus.
Dann sehen wir, dass (auch auf Skiathos) die Gemeinde so einiges an Naturschutz Maßnahmen getroffen hat. Holzzäune hindern z.B. Motorräder direkt an den Strand zu fahren. Der Müll wird getrennt gesammelt, vor offenem Feuer wird gewarnt.

Dann sind wir plötzlich in dem Wald, der direkt hinter dem Strand liegt. Es ist kühl hier, keine 32 Grad mehr wie am Strand und still ist es hier. Hier und da raschelt es im trockenem Gestrüpp. Ein wunderschöner Spaziergang.

Am Strand finden wir diese Tafel.

Nördlich des Waldes sehen wir den See, wie auf der Karte beschrieben. Sollen wir wirklich einmal herum gehen? Doch wir machen dass, es ist ja erst 10 Uhr.

Eine Stelle am Ufer sieht aus wie ostfriesisches Watt. Wir wollen mal sehen, ob es wirklich Süßwasser ist. Nein, es ist salzig wie das Meer. Vielleicht während der Regenzeit?

Im struppigsten, trockenem Gras entdecken wir eine dort abgestellte Kuh (am Pflog), und später auch ein Kälbchen und eine Ziege. Was haben es die Kühe in Ostfriesland doch gut, oder?

Kaum zu Glauben, dass diese Kuh mit dem trockenem Zeug hier Milch produziert.

Ankern mit Navionics

Nach Skiathos, der östlichsten Insel der Sporaden besuchen wir Skopelos und Alonnisos. Was man deutlich merkt: es wird immer einsamer. Die ersten östlichen Buchten von Skopelos liegen noch voll mit Schiffen und wir müssen weiter ziehen.

Dann gibt es aber auch Buchten, die keine sind. Das muss man so verstehen: als Segler schaut man nach dem Wind und nach dem Meeresgrund. Gibt es eine Bucht, in der wir geschützt liegen können gegen den Wind die kommenden 10 Stunden? Und: ist es flach genug zum Ankern und ist es im Idealfall Sand. Ein drittes Kriterium ist: Gibt es da etwas zu Essen zu kaufen?

Zurück zu den Buchten die keine sind. Wir segeln mit Navionics Karten. Die uns die Tiefe der Buchten anzeigen. Da soll dann die Tiefe möglichst weniger als 10 Meter sein. In Skopelos kommen wir in eine ideale Bucht hineingefahren und das Echolot sagt 28 Meter bis kurz vor dem Fels (statt 6). Sowas ist schon echt gemein, denn wir versenken unser kostbares Geschirr nicht in unbekannte Tiefen. Außerdem haben wir nur 70 Meter Kette.

In der dritten Bucht klappt das Ankern dann in 12 Meter Tiefe.

Hier liegen wir vor einem imposanten Felsen.

Abends mit Vollmond.

National Marine Park

Dies ist die letzte Insel, die wir von den Nördlichen Sporaden ohne behördliche Genehmigung besuchen dürfen. Die anderen Inseln, Panagia, Peristera Gioura, Piperi usw. sind Naturschutzkategorie A und sie dürfen nur mit Genehmigung angelaufen werden. Was mir auffällt ist, dass die aufgezählten Beschränkungen in erster Linie das Fischen und schnelles Motorbootfahren verhindern sollen. Vielleicht bekommen die Griechen ja in einigen Jahren hier ein dicht besiedeltes Revier mit Fischen und anderen Meerestieren.

Eine große Herausforderung war es, die Befahrensbedingungen zu erfahren und vor allem zu verstehen.

Alonnisos

Auf Alonisos suchen wir uns den nördlichsten und dichtesten Hafen aus, den wir nutzen können, um morgen die Strecke nach Norden zum Chalkidiki möglichst kurz zu halten. Der Hafen heißt Gorikas.

Hier segeln wir an Alonnisos vorbei auf Panagia zu.

Ein geschützter aber einsamer Hafen ist Gorikas. Hier die Einfahrt.

Es ist ein Hafen, der mehr oder weniger aus einer Betonmauer besteht, an dem ein Fischerboot liegt. Sonst kein Wasser, kein Strom, keine vernünftigen Festmacher, außer verrostete Muniereisen, die aus dem Beton herausragen und natürlich auch kein Hafenmeister. Aber Anlegen möchten wir ja sowieso nicht. Wir ankern in der Nähe.

Und hier der Blick vom Hafen hinaus.

Souflaki, Greek Salat und Pommes.

Die größte Feige, die wir je gesehen haben.

Am Ufer gibt es eine Bude vor der einige Leute sitzen. Gibt es da etwa Souflaki? Nach einem kurzem Schläfchen rudern wir rüber und sitzen schnell in einer netten Gemeinde von Griechen und Fast Griechen und genießen unser griechisches Abendessen. Als Dessert gibt es eine große Überraschung.